Haftungsrisiko beim Betrieb von elektrischen Anlagen und Geräten

Das Haftungsrisiko bei der Nutzung von elektrischer Energie betrifft jede Person, die in irgendeiner Form Eigentümer oder Betreiber von elektrotechnischen Anlagen und/oder Geräten ist. Dabei wird es keine Rolle mehr spielen, ob die Anlagen oder die Geräte privat oder gewerblich genutzt werden. In der Eigenschaft als Betreiber bin ich verpflichtet alle von mir zur Verfügung gestellten technisch genutzten Geräte und Anlagen sicher zu betreiben. Es darf für den oder die Nutzer keine Gefahr von den genutzten Anlagen oder Geräten aus gehen.

Dies bedeutet auch, das ich dem Nutzer die entsprechende Anleitung zur Nutzung der technischen Anlagen oder des technischen Gerätes überlassen muss und gegebenenfalls auch sicher stelle , das der Nutzer diese Anleitung verstanden hat und befolgen kann.

Dieses Haftungsrisiko wird immer auf mindestens eine Person herunter gebrochen. Ist eine Kapitalgesellschaft oder eine Personengesellschaft oder ein Verein oder eine Gesellschaft öffentlichen Rechts oder die öffentliche Hand der Betreiber, betrifft das Haftungsrisiko immer die Personen, die die Gesamtverantwortung für diese Organisationen übernehmen.

 

Zusammenfassend ist die Situation im Schadenfall immer so, das ich als Betreiber oder Eigentümer für den sicheren Betrieb der elektrischen Anlage persönlich verantwortlich bin! Selbst, wenn ich nicht über die notwendige Fachkenntnis verfüge Zur Wiederholung: Egal, wer mir etwas anderes erzählt, ich hafte im Schadensfall immer persönlich! Oh . . . geht’s auch anders?

Es geht auch anders!

Ja es geht auch anders!

Das Zauberwort zur Senkung beziehungsweise das zum Ausschluss des Haftungs-risikos beim Betrieb von elektrischen Anlagen führt, heiß: „rechtskonforme Organisation der Elektrosicherheit.“

  •  Wie kann ich kann ich so etwas erreichen?
  •  Was muss ich als Unternehmer oder Betreiber tun?
  •  Welche Kosten kommen auf mich als Unternehmer zu? 
  •  Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen, wenn keine Maßnahmen ergreife oder mich nicht beraten lassen?

Zusammenfassung:

Nur durch wirksame Anweisungs- und Nachweissysteme sowie der Verfolgung von technischen Anforderungen und Veränderungen der Verkehrssicherungs- und Betreiberpflichten wird es im Schadensfall gelingen, rechtssicher nachweisen zu können, dass die Umstände, die zu dem Schaden oder Unfall geführt haben, im haftungsrechtlichen Sinne nicht vorwerfbar waren. (siehe „Rechtskonforme Organisation der Elektrosicherheit“).

Dies gilt für alle technischen Einrichtungen und Anlagen nicht nur im Unternehmen!

Organisatorische Lösungen

  •  Je nach Forderungen kann es für den Unternehmer bedeuten, das er sich einfach durch einen ortsansässigen Elektrofachbetrieb betreuen lässt. Unter um Ständen reicht zum Beispiel für ein Handelsunternehmen die Durchführung von regelmäßigen Prüfungen der mit dem Gebäude verbundenen elektrischen Anlagenteile, wie Steckdosen, Schalter, Beleuchtung.  Des weiteren sind dann noch die regelmäßige  Prüfung alle vorhandenen Hand geführten elektrische Geräte, Netzteil von Kassensystem, Kaffeemaschine, Personal-Computer, Drucker, usw. notwendig.
  • Bei einem Produktionsbetrieb ist in der Regel der Aufwand höher! Hier kann es sein, das der Unternehmer seine Verantwortung an eine externe fachkundige Person (Elektrofachkraft gemäß VDE 1000-10) oder an einen fachkundigen Mitarbeiter schriftlich delegiert und somit eine verantwortliche Elektrofachkraft für das Unternehmen oder Unternehmensteile beruft. Diese übernimmt das stellvertretend für den Unternehmer die Verantwortung für den sichern Betrieb alle elektrischen Anlagenteile, Maschinen und Geräte.
  •  Die Bandbreite der Lösungen ist groß und nur in einem Beratungsprozess kann der Unternehmer die für optimale Lösung finden. Um vorab schon informiert in den Beratungsprozess gehen zu können biete das Bildungsinstitut AktivaLeben KG eine 4 stündige Veranstaltung mit dem Titel: „Haftungsrisiko elektrische Anlage und Geräte“ an.

Fazit

Der mögliche Aufwand hinsichtlich persönlichen Einsatz, Personal- und Beratungskosten stehen in einem untergeordneten Verhältnis zu den Kosten in einem möglichen Schadenfall. (Maschinenausfall, Personalausfall, Kosten für Instandsetzung, usw. ) Somit ist jeder Betreiber gehalten, im persönlichen oder unternehmensspezifischen Beratungsprozess mit einer kompetenten Elektrofachkraft eine für seine Unternehmen oder sein Gebäude wirtschaftlich sinnvolle organisatorische Lösung zu finden, die dann auch noch die Verfügbarkeit der elektrischen Anlagen und die an dieser angeschlossenen Maschinen zu erhöhen. Somit lassen sich nicht nur das Haftungsrisiko senken sondern auch die Kosten für den Betrieb und der benötigten elektrischen Energie.

Urheberrechte:

Diese Lizenz erlaubt Ihnen diesem Text zu verbreiten, zu remixen, zu verbessern und darauf aufzubauen, auch kommerziell, solange Sie als Urheber des Originals genannt werden und die auf Ihrem Werk basierenden neuen Werke unter denselben Bedingungen veröffentlicht werden.