| Was bringt die Gebäudeleittechnik bzw. Gebäudeautomation? |
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| Geschrieben von: Franz Michael Bussmann |
| Sonntag, den 07. Juni 2009 um 18:50 Uhr |
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Kunden halten sich seit Jahren mit Investitionen in die elektrischen Anlagen Ihrer Gebäude bzw. Häuser zurück. Es wird nur die „notwendigsten“ Arbeiten beauftragt. So lange alles funktioniert, braucht auch nichts geändert oder instand gehalten werden. Ein „Mehrwert“ in der Haustechnik wird scheinbar nicht gewünscht. Sicherheitstechnische Prüfungen, wie zum Beispiel der E-Check, sind anders wie bei Fahrzeugen gesetzlich nicht vorgeschrieben. Selbst die Versicherungsunternehmen, die Gebäude versichern, sind an der Durchführung solche Prüfungen nicht interessiert. Warum sollte sich Elektrofachbetrieb sich mit diesem Thema Gebäudeleittechnik beschäftigen?Ein wichtiger und zentraler Kommunikationspunkt ist heute immer noch das Fernsehgerät für uns. Hier zeigt sich eine enorme Investitions- und Preisbereitschaft. Jeder weiß, das man mit dem Fernsehen nicht nur die Programme der Rundfunk und Fernsehanstalten empfangen kann. Diese Geräte mutieren von Hause aus schon zu Multimediacenter. Damit ist der Weg nicht mehr weit zum Multi-Funktions-Center (MFC). Ein Beispiel: „Mein Lieblingssendung läuft und es klingelt an der Haustüre. Wer stört den da schon wieder! Muss ich jetzt aufstehen und zur Tür gehen, um nach zuschauen?“ Ein typische Situation im deutschen Haushalten. Wie schön ist es dann, ich kann per Fernbedienung oder per Tastatur nach schauen, wer an der Türe ist und eventuell auch kurz mit dem Besucher sprechen, gegebenenfalls auch die Türe öffnen. Der Postbote kommt fast jeden Tag ins Haus! Der Lieferservice kann die Ware dann auch im Flur abstellen. Der Nutzen ist hier für uns auf Anhieb erfassbar. Der Mehrwert wird direkt an dem für uns vertraute Kommunikationssystem Fernsehen gebunden. Es ist ein kleiner Schritt und auch eine „kleine“ Investition. Dieses System kann man natürlich auf viele andere Bereiche des Hause aus dehnen. Baumärkte, Versandhändler können nur „Insellösungen“ anbieten und keine vernetzten Systeme. Hier liegt die zukünftige Stärke des Elektrofachbetriebs. Wenn wir erkannt haben, das vernetzte System im Haus nicht nur mehr Komfort bringen, sondern auch effizient mit Energie umgehen, dann werden wir einen gut informierten Elektrofachbetrieb schätzen. Das heißt, wir erkennen den richtigen Fachbetreib in der Kundenkommunikation, von der technikorientierten zur Kundennutzen-orientierten Kommunikation. So solltes heißen: "Wir bieten keine Produkte, bieten Lösungen mit vernetzten Produkten." Wie kann eine solche Lösung zum Beispiel aussehen:Selbstverständlich kann ich als E-Handwerker mit der Bild-in-Bild-Technik eines Fernsehgerätes und eines entsprechenden Türsprechstation dem Kunden eine zufriedenstellenden Lösung bieten. Die Funktion des Türöffnens kann entweder mit einem System auf der Gebäudeautomatisation kommen oder eine kleine unabhängige Steuerung sein. Bei dieser Lösung steht Komfort im Vordergrund und nicht so sehr die Energieeffizienz. Nur wenn der Kunde sich an der neuen Art der Kommunikation gewöhnt, das fragt er dieser auch weiter. Weitere Beispiele sind: Heizungssteuerung, Verbrauchdatenerfassung, Zutrittskontrollsysteme, Raumüberwachung, Aussenüberwachung, Anwesenheitssimulation, Optimierung der Beleuchtungstechnik, Verschattungseinrichtungen, Überwachung von Küchengeräten, Freischaltungen von Räumen zur Reduzierung von Elektrosmog und vieles mehr. Mit diesem Artikel kann ich das Thema Gebäudeleittechnik nur anreissen. Ich möchte jedoch mit Ihnen, verehrte Leser, gemeinsam geplante oder auch realisierte Lösung darstellen und diskutieren. Anregungen geben, die Zusammenarbeit fördern und neues Wissen in Ihren Betrieb bringen, damit wir alle als E-Handwerker unsere Kunden weiterhin technisch auf höchsten Niveau bedienen können und keine Preisdiskussionen führen. |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 03. Februar 2010 um 10:35 Uhr |
























